Was ist der zweiachsige Autotransporterauflieger?
Der zweiachsige Autotransporterauflieger ist ein spezialisiertes Nutzfahrzeug für schwere Einsätze und befördert bis zu sechs Pkw gleichzeitig. Diese am 30. Juli 2024 vorgestellte Generation der Fahrzeugtransporttechnik setzt auf Haltbarkeit und präzise Logistik.
Welche Fahrzeuge kann der Transporter für sechs Pkw befördern?
Er eignet sich für verschiedene Fahrzeugklassen: schwere SUV im Segment J wie Mercedes AMG G63, Volvo XC90 und Audi Q5; Elektrofahrzeuge und Oberklassemodelle im Segment E wie Tesla Model S und Mercedes E200; Sportwagen im Segment S wie Maserati GranTurismo sowie Familienwagen im Segment C wie Audi A3.
Welche Stahlgüten werden für den Auflieger verwendet?
Das Grundchassis besteht aus hochfestem S355J2+N Stahl für Haltbarkeit unter schweren Lasten. Für Projekte mit höherer Zugfestigkeit und einer Gewichtsreduzierung bis zu 30 % bieten wir optional Strenx 700E oder MC700 an.
Wie wird das Chassis vor Korrosion geschützt?
Die Feuerverzinkung bietet dauerhaften Schutz vor Korrosion, Witterungseinflüssen und Rost. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt von Umgebung, Einsatz und Wartung ab. Der Garantieumfang wird ausschliesslich im unterzeichneten Vertrag festgelegt.
Wie wurde die Hydraulik in der neuesten Generation verbessert?
GMS wurde durch moderne elektrohydraulische Walvoil Ventile ersetzt, die einen ruhigeren und stabileren Betrieb ermöglichen. Hansa-Flex Verschraubungen ersetzen Rekorsan und sorgen für zuverlässigere Abdichtung im praktischen Einsatz.
Welches Aggregat versorgt die Hydraulik?
Ein Bucher Hydraulikaggregat mit 4,3 kW und einem Öltank von 70 Litern versorgt das System. Es verfügt über einen elektronischen Ölstandsensor und seitlich verschiebbare Abdeckungen, die den Wartungszugang auch bei angekuppelter Zugmaschine erleichtern.
Wie werden die Plattformen gesteuert?
Alle Hydraulikfunktionen werden drahtlos über Tele-Radio Fernbedienungen gesteuert. Das System arbeitet mit einer SPS und einem Touchdisplay mit 7 Zoll für Prozessüberwachung und Betriebsrückmeldungen in Echtzeit.
Mit welchem Druck und welcher Geschwindigkeit arbeitet die Hydraulik?
Das System arbeitet mit 210 bar und unabhängigen dreistufigen Zylindern für jede Ladeebene. Der Hub dauert etwa 45 Sekunden je Ebene und ermöglicht schnelle Ladezyklen.
Was schützt bei starken Vibrationen vor Hydrauliklecks?
Die Hydraulik verwendet jetzt Hansa-Flex Verschraubungen anstelle von Rekorsan. Sie wurden für zuverlässigere Abdichtung unter realen Einsatzbedingungen ausgewählt und unterstützen einen ruhigeren, sauberen Betrieb ohne Leckagen beim Transport.
Welche Sicherheitsmechanismen schützen vor Plattformversagen?
Ältere Zylinder mit mechanischer Verriegelung wurden durch eine Hydraulikventilarchitektur mit doppelter Absicherung ersetzt. Dies reduziert manuelle Arbeitsschritte und erhöht die Zuverlässigkeit. Endlagensensoren an den Spindelsystemen schützen die Komponenten vor unerwarteter Belastung.
Wie hoch ist die Hubkapazität der Plattformen?
Jede der drei Plattformen bietet unabhängig 4.000 kg Hubkapazität. Die technisch zulässige maximale beladene Gesamtmasse des Aufliegers beträgt 32.000 kg.
Welche technischen Daten haben die Ladewinden?
Zwei hydraulische Winden befinden sich vorne und hinten, jeweils mit 4 Tonnen Kapazität. Sie verfügen über 25 Meter Stahlseil, integrierte Sicherheitsventile und Notausmechanismen.
Welche Achsen und Bremssysteme werden verwendet?
Zwei Gigant Achsen mit je 10 Tonnen, Trommelbremsen und Luftfederung tragen den Auflieger. Die Bremsanlage verwendet Wabco oder Knorr-Bremse EBS in der Konfiguration 2S-2M sowie automatische Gestängesteller für zusätzliche Sicherheit.
Muss der Auflieger häufig abgeschmiert werden?
Der Wartungsbedarf ist deutlich reduziert. Alle Gelenke verwenden IGUS TX1 Faserbuchsen aus Deutschland, die ohne Fett arbeiten. Die Plattformverlängerungen gleiten auf Polyamidplatten für leichtgängige Bewegung ohne Wartung an diesen Gleitstellen.
Ist der Auflieger für Sportwagen mit geringer Bodenfreiheit geeignet?
Ja. Er ist für Sportwagen im Segment S wie den Maserati GranTurismo ausgelegt. Die hydraulische Verlängerung des hinteren Stossfängers um 1.500 mm und manuell ausziehbare innere Aluminiumrampen schaffen einen flachen Auffahrwinkel.